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Die PANFLÖTE (auch Pansflöte und Syrinx genannt) führt ihren
Ursprung auf die griechische Mythologie zurück; Namensgeber ist der Wald- und Berggott
PAN, ein Sohn des Götterboten Hermes, der von der Statur halb Mensch halb Ziegenbock
gewesen sein soll.
Einst verliebte sich PAN in eine Nymphe - sein Werben erschreckte das
Mädchen jedoch so sehr, daß es vor ihm davonlief und sich im Uferbambus (Syrinx) des
nahen Flusses versteckte. Da PAN vergeblich nach ihr suchte, riß er einige Halme des
Syrinx ab und trug sie fortan bei sich. Als er vor Liebeskummer das Syrinx immer wieder
küßte, entlockte er dem verschieden langen Bambus süße Töne. Mit Wachs verband er die
Bambusröhrchen und erfand somit die PANFLÖTE.
Die lieblichen Töne dieses Instruments trösteten ihn in seinem Kummer
und seiner Einsamkeit. Da PAN aber der Schutzgott der Jäger und Hirten, die auch oft
Monate von ihren Familien getrennt umherzogen, war, beschloß er, daß diese Flöte fortan
auch deren Einsamkeit mildern und etwas Frohsinn in ihr entbehrungsreiches Leben bringen
sollte. Er schenkte ihnen das Geheimnis der Herstellung der Panflöte.
Fortan galt die Syrinx als Instrument der Hirten und verbreitete sich
schnell über die Bergweiden Griechenlands hinaus bis nach Persien und Ägypten.
Daß nicht nur die Hirten den einschmeichelnden Klang der Panflöte zu
schätzen wußten, ist schon durch Homer in seiner "Ilias" und durch ägyptische
Wandmalereien überliefert. Die Musiker des Altertums übernahmen die Panflöte als
Instrument, verbesserten die Fertigung und den Klang und machten sie hoffähig".
Seitdem findet man die Panflöte in allen Kulturen von Asien bis nach
Amerika.
Seit dem Mittelalter bildeten sich Zentren, in denen sich dieses
Instrument und die Kunstfertigkeit seines Spiels besonders manifestiert haben: in Europa
Rumänien, Moldawien und Süditalien und in Südamerika die Andenregion.
In West- und Nordeuropa hat seit jeher die Panflöte eher ein
Schattendasein geführt. Erst in den letzten Jahren haben sich vor allem Jugendensembles
auf der Suche nach echter, unverfälschter Volksmusik den bezaubernd schönen Klang der
Panflöte wiederentdeckt und in ihr musikalisches Repertoire aufgenommen.
Geht man heute durch die Fußgängerzonen europäischer Großstädte,
begegnet man mit Sicherheit Gruppen aus Lateinamerika, die dort - meist in der Besetzung:
Panflöte, Andenflöte, Quatro, Gitarre und Indiotrommel - musizieren und aufzeigen, mit
welcher Vielfalt und Herzhaftigkeit die Panflöte im Ensemble erklingt. Sie fordert
geradezu zum Tanzen heraus und bringt unsere "inneren Saiten" zum Mitschwingen.
Andererseits hat das meisterliche Spiel einiger weniger Virtuosen
diesem Instrument die Türen der großen Konzertsäle und Kirchen dieser Welt geöffnet
und seinen Anspruch als konzertantes Instrument eindeutig belegt.
Einen dieser Meister dürfen wir Ihnen heute präsentieren:
VASILE IOVU.
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