„Flauto dolce“
Ainring. „Flauto dolce“ –
unter diesem Titel stellte sich vergangene Woche ein musikalisches
Nachwuchstalent vor. Der junge Flötist Adrian Blommer präsentierte sein Können
vor einem zahlreichen Publikum, das einen erstklassigen Konzertabend genießen
konnte. Eingeladen hatte der Kulturverein der Gemeinde Ainring in das „Kurland
Reiteralm“ am Ulrichshögl. Begleitet wurde Adrian Blommer von Stefan Hedenborg
auf der Violine seinem Vater Rainer Blommer auf dem Cembalo.
Zum Auftakt des
Frühlingskonzerts konnte sich das Publikum über Auszüge aus der „Trisonate in
F-Dur“ des flämischen Komponisten Jean-Baptiste Loeillet freuen. Bereits nach
den ersten Takten wurde nicht nur die hervorragende Akustik des Konzertraums,
sondern auch das außerordentliche Talent des jungen Flötisten bewusst. Beinahe
routiniert aber dennoch ausdrucksstark harmonierte Adrian Blommer mit seinen
Konzertpartnern. Es folgten die „Sonate Nr. IV in G-Moll von William Babell
sowie die technisch anspruchsvolle „Trisonate in C-Dur“ von Georg Philipp
Telemann.
Durch den
abwechslungsreichen Konzertabend führten Heimatdichter Walter Soraruf sowie die
Mutter des jungen Künstlers, die neben interessanten Hintergrundinformationen
zu den Stücken und Komponisten auch Adrian Blommer und seinen bisherigen Werdegang
vorstellten. Der nun Siebzehnjährige erhielt seinen ersten
Blockflötenunterricht von seinem Vater und wurde seitdem konsequent aber
spielerisch gefördert. Nach bestandener Aufnahmeprüfung wurde er 1996 für ein
vorbereitendes Studium an der damaligen Hochschule für Musik, dem renommierten
Salzburger Mozarteum, aufgenommen und glänzte bereits bei zahlreichen
Wettbewerben. Begleitet wurde er von seinem Vater, Rainer Blommer, und Stefan
Hedenborg, einem erfahrenen Musikpädagogen und Mitglied des Mozarteumorchesters.
Nach weiteren Stücken von
Arcangelo Corelli und Johann Joachim Quantz widmete sich der zweite Abschnitt
des Konzertabends eher zeitgenössischen Komponisten. So erklang etwa „Chant
d’amour“ von Hans Martin Linde, dessen Blockflötenwerke einen festen Platz im
Repertoire des 20. Jahrhunderts haben. Neben Hans Ulrichs Staeps „Sonate in
Es-Dur“ war es das Stück „Once there was a child“ des Jungkomponisten Matthias
Maute, welches Adrian Blommer im März 2000 bei „Jugend musiziert“ zum ersten
Platz auf Landesebene verhalf. Adrian steht immer noch in Kontakt mit Maute,
den er unter anderem bei einem Meisterkurs persönlich kennen lernte. Auch beim
Frühlingskonzert meisterte er selbst schwierige Passagen bravourös.
Vor allem im Zweiten Teil
gelang es Adrian Blommer, einen persönlichen Draht zum Publikum aufzubauen.
Kaum verwunderlich war, dass die Zuhörer bei der Zugabe, einem schwungvollen
Stück im Stil der „Barbershop-Musik“, im Takt die Finger schnippten und
anschließend begeisterten Applaus spendeten.
Adrian Blommer wurde 1985 in Mitterfelden / Ainring geboren
und erhielt seinen ersten Blockflötenunterricht von seinem Vater. Früh erkannte
man seine Begabung und sein musikalisches Interesse, welches konsequent aber
spielerisch gefördert wurde. Nach bestandener Aufnahmeprüfung wurde er 1996 für
ein vorbereitendes Studium an der damaligen Hochschule für Musik, dem
renommierten Salzburger Mozarteum, aufgenommen. Unterrichtet wurde Adrian
zunächst von Irmgard Weidosch und ab 1997 von Universitätsprofessorin Felicitas
Speer-Keldorfer.
Adrian Blommer überzeugte die Juroren bei zahlreichen
Musikwettbewerben wie „Jugend musiziert“ oder „Prima la musica“, bei denen er
jeweils 1997 und 2000 einen ersten Preis auf Regional- und Landesebene
erspielte. Daneben absolvierte er eine Reihe von Soloauftritten im In- und
Ausland. Dazu gehörten ein Kirchenkonzert in Eger mit einer Auswahl der Prager
Symphoniker oder ein Konzert mit dem Regensburger Domorganist Eberhard Kraus.
Regelmäßig ist er in der Bad Reichehaller Wandelhalle zu hören. Auch in seiner
Schule, dem Salzburger Bundesoberstufengymnasium, schätzt man Adrian Blommer
als zuverlässigen Solisten. Sein Können stellte er unter anderem bei einer
Konzertreise im Konservatorium der Stadt Reims oder bei zahlreichen
Schulkonzerten in der Salzburger Christuskirche unter Beweis.
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